Wenn Männer Frauen die Welt erklären

Wednesday, 30. June 2021, 18:33 162507800906Wed, 30 Jun 2021 18:33:29 +0200, Posted by admin1 in Heft 222, No Comments.

Wenn Männer Frauen die Welt erklären


Warum wir etwas gegen Mainsplaining tun müssen und was wir tun können. 

Von Michela Seggiani


Mansplaining in der Bildungspolitik  zum Thema machen

Ursprünglich wollte ich eine Buchrezension verfassen. Aber dann hat mich ein Fall von «mansplaining» auf meiner Facebook-Wall so wütend gemacht, dass ich mich nicht mehr auf den Inhalt des zu rezensierenden Textes konzentrieren konnte. Deshalb habe ich mich kurzerhand entschlossen, anstelle einer Rezension über «mansplaining» zu schreiben.

Denn auch dieses Thema und die Auseinandersetzung damit sollte eigentlich längst und wird es in Zukunft sicher: ein Teil der Bildung und ein Teil der Bildungspolitik sein.

Als Reaktion auf die Anti-Corona-Demo in Liestal (vom 20.3.21) wurde am 25.3.21 mit dem Hashtag #NoLiestal online dafür protestiert, die Corona-Massnahmen und die Wissenschaft ernst zu nehmen. Die Reaktionen von einem Internet-Troll als Beispiel zum Text:

«es ist doch nicht verboten zuerst zu denken» = Vorwurf, ich würde nicht denken.


Mansplaining ist der Begriff dafür, wenn ein Mann einer Frau erklärt, wie etwas funktioniert und ihr quasi die Welt erklärt. Rebecca Solnit, eine der bedeutendsten Essayistinnen der USA, hat den Begriff (obwohl er im Essay selbst gar nicht genannt wird) mit ihrem Buch «Men explain Things to Me», auf Deutsch «Wenn Männer mir die Welt erklären» geprägt.

«Jemandem die Welt erklären» kann auch von einem Mann gegenüber einem anderen Mann oder von einer Frau einem Mann gegenüber praktiziert werden, aber da das Phänomen «Mann erklärt einer Frau ungefragt die Welt» die weitaus häufigste Form ist, hat sich dafür der Begriff des «mansplainings» durchgesetzt.

Kathrin Ganz und Anna-Katharina Messmer erklären in ihrem Text «Anti-Genderismus im Internet» mansplaining folgendermassen: «(…) Insbesondere in feministisch-aktivistischen Kreisen wird der Begriff verwendet, um verschiedene Formen paternalisierender Artikulationsweisen von Männern gegenüber Frauen zu benennen, wie beispielsweise herablassende (und unaufgeforderte) Belehrungen oder die Abwertung weiblicher Expertise».

Neulich

Erst letzte Woche hat mir ein Kollege in einer Zoomsitzung ausführlich erklärt, dass die regierungsrätliche Antwort zu einem politischen Vorstoss öffentlich eingesehen werden kann. Der nette Kollege hat mir sogar angeboten, mir den Link zu schicken. Dass ich bereits vorher selber auf die Antwort hingewiesen hatte, schien in der 6-köpfigen, gemischtgeschlechtlichen Zoomsitzung untergegangen zu sein. Auch, dass ich als Grossrätin dieses Instrument sehr rege nutze, schien nicht relevant zu sein. Über einen solchen, zugegeben recht harmlosen Umstand könnte man gut hinwegsehen. Mein Problem ist aber, dass es nur eines von vielen Beispielen ist, in dem ich das ungute Gefühl habe, meine Kompetenz und mein Wissen rechtfertigen zu müssen. Wäre mir als Grossrätin der öffentliche Zugang zu politischen Geschäften unbekannt, wäre das höchst peinlich und fahrlässig. Ich würde meinen Job nicht machen. Wenn ich aber meinen Kollegen gefragt hätte, warum er mir das empfiehlt und wie er darauf käme, dass ich das nicht wüsste, oder warum er meint, er müsse mir etwas erklären, wären er und die anderen Teilnehmenden irritiert, hätten sich vielleicht gar vor den Kopf gestossen gefühlt. Er hätte es ja nur gut gemeint, wäre eine mögliche Antwort. Wenn ich ihm – während der Sitzung – mansplaining vorwerfen würde, bin ich mir nicht sicher, ob die Sitzung anschliessend noch konstruktiv und effizient hätte weitergeführt werden können. Ich hätte ihn auch nach der Sitzung ansprechen und damit «ein Fass aufmachen» können. Ich habe mich also entschieden, einmal mehr nichts zu sagen und mich nur still zu nerven. 

Wir müssen darüber sprechen!

Und jetzt kommt mein Punkt, warum ich dies überhaupt aufschreibe: Wir müssen darüber sprechen! Es reicht nicht, wenn ich einen respektlosen Internet-Troll, der mir Unvermögen unterstellt und mir besserwissend erklärt, dass ich falsch liege, blockiere. Er wird sich andere Opfer suchen. Es reicht nicht, einen Begriff dafür zu haben, wie Frauen (und nota bene auch Männer!) immer wieder in die Schranken gewiesen und in der Hierarchie herabgestuft werden, indem man ihnen etwas erklärt, das sie längst wissen oder das sie nie wissen wollten. Und es reicht nicht, wenn Frauen nun darauf sensibilisiert sind und sich wehren und dementsprechend auf mansplaining ihrerseits mit einer Erklärung reagieren, die den Erklärer in die Schranken weist. Diese «verbale Gewalt», wie es Steffen K. Herrmann in seinem Essay «Politischer Antagonismus und sprachliche Gewalt» beschreibt, wird anstelle von kommunikativem Handeln «(…) mit den Mitteln sprachlicher Gewalt betrieben. Es sind dabei vor allem die Mittel der Demütigung, der Kränkung und der Diffamierung (…).» Es muss also auch von allen Beteiligten klar sein, dass mansplaining eine Form von Kränkung und ein Zeichen dafür ist, dass das Gegenüber nicht ernst genommen wird. Mit der Zeit ist es zermürbend, sich dem immer wieder zu stellen.

Ich habe kürzlich mit einem jungen Mann gesprochen, der in einer Besprechung dazu aufgefordert wurde, nicht so viel und nicht so lange zu sprechen und nicht zu wiederholen, was bereits gesagt wurde. Er war daraufhin völlig perplex und wusste nicht, wie reagieren. Deshalb hat er sich ratsuchend an mich gewandt. Das Gespräch hat deutlich gemacht: Wir können Männer nicht nur ihrer (Macht-)Position verweisen. Um eine langfristige Sensibilisierung im Gesprächsverhalten zu erreichen, müssen diese Männer auch nachvollziehen können, warum sie verwiesen wurden und welchen Mehrwert eine Kultur des geschlechterausgewogenen Sprechens auch für sie hätte. Dieser junge Mann muss realisieren, wieviel Raum er in einer Besprechung einnimmt und dass er anderen dadurch Raum (Redezeit) entzieht. Auch, dass er davon ausgeht, seine Meinung sei immer und überall gefragt und wichtig. Eine Haltung, die ich oft bei Männern, selten nur bei Frauen antreffe. Demnach geht es darum, innerhalb eines Diskurses zu Chancengleichheit unabhängig vom Geschlecht alle Beteiligten zu sensibilisieren.

Was sich Männer herausnehmen

Ich habe eingangs in der Box ein Beispiel von mansplaining angesprochen, das mich zu diesem Text bewogen hat. In einem weiteren Fall handelt es sich um einen älteren Mann, der immer wieder auf Posts von mir auf Facebook reagiert hat. Hier eine Reaktion auf ein Statement von mir, das ich gepostet habe. Klar, sobald ich mich öffentlich äussere, muss ich – und will ich ja auch – mit Reaktionen rechnen. Aber die Äusserung, ich hätte nicht zu Ende gedacht, auch wenn ich es gut gemeint hätte, sagt mir klar: Ich denke nicht richtig, nicht zu Ende. Ich «meine» etwas zwar gut, mache es aber nicht gut. Dieser «Verweis» ist ein hervorragendes Beispiel für mansplaining.

Die Wortwahl ist mir gegenüber respektlos und der Schreiber erklärt mir jedes Mal, was ich nicht verstehe und warum ich – wenn – dann doch alles falsch verstehe (die Einträge sind mittlerweile weitgehend gelöscht). Natürlich kann ich jetzt denken, der Typ ist einfach ein Arschloch und damit hat es sich. Aber er ist ja kein Einzelfall und gemansplaint werde lange nicht nur ich. Gerade auf Social Media geschieht das vielen Frauen, die sich linkspolitisch engagieren. Wenn nicht mehr über Inhalt argumentiert wird, sondern es um Provokationen oder um einen Angriff gegen konkrete Personen geht, handelt es sich um «Trolling» oder «Hate Speech». Dagegen gibt es mittlerweile öffentlichen Protest und Vereinigungen, die sich dagegen wehren. Trolle werden auf Social- Media-Plattformen verwarnt oder gesperrt. Diese Themen, die wir ebenfalls unbedingt transparent und öffentlich diskutieren müssen, behandle ich an dieser Stelle nicht, weil es mir hier hauptsächlich um ein mansplaining geht, das nicht nur über das Internet praktiziert wird, sondern in vielen analogen wie digitalen Situationen im Alltag. 

Mich beschäftigt die Frage, warum es Männer gibt, die sich das Recht herausnehmen, anderen Dinge zu erklären, (verbalen) Raum vorbehalt- und masslos einzunehmen, ohne auf die Idee zu kommen, dass sie damit ihr Gegenüber beleidigen könnten. «[Es] scheint stets die historische Vorstellung auf, der Mann – als Vertreter des Allgemein-Menschlichen – sei von Natur aus vernunftbegabt, objektiv und allwissend, ganz im Gegensatz zum weiblichen Geschlecht», schreiben Ganz und Messmer dazu.

Es geht wohl darum, dass das Selbstverständnis dieser Männer, ihre Meinung immer und überall kundtun zu dürfen und möglicherweise ja auch zu müssen unendlich gross ist. Dass sie mit mansplaining Frauen diffamieren, scheint für sie kein Thema zu sein.


Eine witzige Art, mit mansplaining umzugehen, zeigt Nicole Tersigni in ihrem Buch «Männer, denen du besser aus dem Weg gehst» auf. Darin überschreibt sie Kunstwerke alter Meister mit Aussagen der dargestellten Figuren.

Toxische Männlichkeit

Bis vor kurzem vor allem in der Geschlechterforschung verwendet, ist der Begriff der «toxischen Männlichkeit» nun auch im öffentlichen Diskurs angekommen. Sebastian Tippe hat 2021 das Buch «Toxische Männlichkeit. Erkennen, reflektieren, verändern» veröffentlicht. Er schreibt darin: «Toxische Männlichkeit ist ein gesamtgesellschaftliches Problem: Aufgrund ihrer Sozialisation entwickeln Männer Denk- und Verhaltensmuster, mit denen sie Frauen, weiteren marginalisierten Menschen sowie sich selbst enorm schaden. (…) Toxische Männlichkeit beginnt bei alltäglichem Verhalten: dem permanenten Unterbrechen von Frauen, dem Ausgeben der Ideen von Frauen als die eigenen, der Fokussierung auf eigene sexuelle Bedürfnisse (…).» Hier sind für mich zwei Punkte zentral: zum einen können wir von Männern – bereits wenn sie noch kleine Jungs sind – nicht ständig erwarten, dass sie Karriere machen wollen, keine Angst haben (niemals!), alles wissen und alles können… Und uns dann wundern, wenn sie genau das tun und uns die Welt erklären, die sie sich ja quasi «aneignen mussten.» Zum anderen spricht Tippe an, dass diese Verhaltensmuster für alle schädlich sind. Das heisst, wir leiden als Gesellschaft darunter, wenn wir in nicht rational erklärbaren Hierarchisierungen zu interagieren versuchen.

Sensibilisierung statt Selbstoptimierung

Mansplaining schadet auch mir als Einzelfigur ganz persönlich. Bevor ich etwas in den sozialen Medien hochlade, überlege ich mir dreimal, ob ich es wirklich tun will und ob ich gegen Angriffe ausreichend gewappnet bin. Dasselbe, wenn ich mich öffentlich zu einem Thema äussere. Ich diskutiere gerne respektvoll und kontrovers über Themen, aber ich habe keine Lust als Plattform für Mansplainer benutzt zu werden. An Sitzungen erlebe ich regelmässig, dass ein männlicher Kollege wiederholt, was ich gesagt habe oder dass mein Votum einfach überhört wird. Es ist mir bewusst, dass das übertrieben klingen mag oder Lesende jetzt denken mögen: «Dann wehr dich doch. Sprich lauter. Sag, was dir nicht passt. Selber schuld. Geh aus Facebook raus. Politik ist halt hart. Du Opfer! Das hat nichts mit Geschlecht zu tun. Heute ist das nicht mehr so. Was hast du gegen Männer? Du übertreibst. Das ist doch alles gar nicht schlimm?!» Vielen Frauen sind diese Aussagen bekannt und sie versuchen entsprechend, eine Lösung zu finden. Das bedeutet, dass viele Frauen den Fehler bei sich suchen und sich selbst optimieren und rechtfertigen, ihr Verhalten anpassen und sich entsprechend «mehr Mühe geben». Das kann aber keine Lösung sein. 

Ein Ansatz wäre, Männer und Frauen gleichwohl zu diesem Thema zu sensibilisieren. Es wäre zum Beispiel auch mit dem Lehrplan 21 kompatibel, ein Genderbewusstsein bereits in den Volksschulen zu generieren. Teilweise geschieht dies bereits. Aber auch bei Erwachsenen muss Gendersensibilisierung ein Thema sein. In der Wirtschaft, Politik, Kultur, Bildung. In und verbunden mit allen Bereichen kann Genderrelevanz und Redeverhalten zum Thema gemacht werden. «Frauen müssen nach wie vor kämpfen, damit man ihnen überhaupt zuhört», wird Veronica Rueckert, US-Radiojournalistin und Kommunikationsexpertin, im Artikel «Frauen sprechen zu wenig, nicht zu viel» in «FrauenSicht» vom 25.3.21 zitiert. Das ändert sich nicht, indem sie einfach lauter sprechen oder es hinnehmen. Es ändert sich auch nur langsam, wenn Frauen sich dagegen wehren. Eine strukturelle Veränderung erreichen wir aber nur, wenn auch die Männer sich sensibilisieren und die Geschlechter gemeinsam und solidarisch daran arbeiten, dass alle Teilnehmenden in einer Sitzung oder in jedwelchem Setting, die gehört werden wollen, auch gehört werden. Ich weiss, dass lange nicht alle Männer «Erklärer» sind und alle Frauen sich benachteiligt fühlen. Es gibt auch viele Männer, die sich über mansplaining nerven oder es selber immer wieder über sich ergehen lassen müssen.

Workshop

Für mich ist es zentral, mich nicht einfach über ein Thema zu nerven oder mich über Mitmenschen auszulassen und mich dadurch zu frustrieren. Ich möchte im Gegenteil Situationen und Gegebenheiten reflektieren und dadurch neue Perspektiven und Lösungsansätze finden. Deshalb setze ich mich eingehend mit dem Phänomen des Mansplainings auseinander. Wenn Sie Beispiele von mansplaining haben, dann schicken Sie sie mir. Sie können mir eine Gegebenheit gerne per Mail schreiben. Ich werde sie, selbstverständlich anonymisiert, sammeln und veröffentlichen. Nicht um anzuprangern, sondern um Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Für Ihre Mithilfe bedanke ich mich herzlich.

Auch biete ich einen Workshop dazu an. Der dreiteilige Workshop beschäftigt sich damit, wie man selbst erkennen kann, ob ein «mansplaining» vorliegt, gibt Tipps und Möglichkeiten, damit umzugehen. Er wendet sich an alle, die mansplainen (2. + 3. Teil) und an alle, die sich dagegen behaupten wollen (1. + 3. Teil).

1. Teil: «Wie wehre ich mich gegen mansplaining»

2. Teil: «Wie vermeide ich mansplaining»

3. Teil: «Gemeinsam einen Umgang mit mansplaining finden»

Daten

– Mittwoch, 1. September, 19-21h (Teil 1), Freitag, 3. September, 19-21h (Teil 2) und Samstag 4. September 2021, 14-17h (Teil 3)

– Mittwoch, 1. Dezember, 19-21h (Teil 1), Freitag, 3. Dezember, 19-21h (Teil 2) und Samstag 4. Dezember 2021, 14-17h (Teil 3)

Teil 1 + 3 und Teil 2 + 3 sind jeweils gemeinsam buchbar. Dauer: Teile 1 +2 je 2 Stunden, Teil 3 dauert 3 Stunden (Total 7 Stunden).

Kosten alle 3 Teile Fr. 650.- pro Person (inkl. MWST). Kosten 2 Teile Fr. 460.- pro Person (inkl. MWST).   


Michela Seggiani, lic.phil., ist Genderexpertin und Grossrätin in Basel-Stadt.


Erwähnte Literatur:

Ganz, Kathrin, Messmer, Anna-Katharina: Anti-Genderismus im Internet. Digitale Öffentlichkeiten als Labor eines neuen Kulturkampfes. In: Hark, Sabine, Villa, Paula-Irene (Hg.): Anti-Genderismus. Sexualität und Geschlecht als Schauplätze aktueller politischer Auseinandersetzungen. Transcript Verlag, Bielefeld, 2017. S. 59-77.

Hark, Sabine, Villa, Paula-Irene (Hg.): Anti-Genderismus. Sexualität und Geschlecht als Schauplätze aktueller politischer Auseinandersetzungen. Transcript Verlag, Bielefeld, 2017.

Herrmann, Steffen K.: Politischer Antagonismus und sprachliche Gewalt. In: Hark, Sabine, Villa, Paula-Irene (Hg.): Anti-Genderismus. Sexualität und Geschlecht als Schauplätze aktueller politischer Auseinandersetzungen. Transcript Verlag, Bielefeld. 2017. S. 79-92.

Redaktion Frauensicht: Frauen sprechen zu wenig, nicht zu viel. In: FrauenSicht, 25.3.21. http://www.frauensicht.ch/Artikel/Gesellschaft/Frauen-sprechen-zu-wenig-nicht-zu-viel (abgerufen: 9.5.21)

Solnit, Rebecca: Wenn Männer mir die Welt erklären. Essays. btb Verlag, München, 2017.

Tersigni, Nicole: Männer, denen du besser aus dem Weg gehst. Riva Verlag, München, 2021.

Tippe, Sebastian: Toxische Männlichkeit. Erkennen, reflektieren, verändern. edigo Verlag GmbH, Köln, 2021.


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