Durch Vernetzung ans Ziel

Saturday, 23. April 2016, 23:06 146145276211Sat, 23 Apr 2016 23:06:02 +0200, Posted by admin1 in Heft 196, No Comments.

Durch Vernetzung ans Ziel


Fremdsprachenunterricht in der Volksschule ist vor allem für die Lehrpersonen eine anspruchsvolle Aufgabe. Drei wichtige Aspekte des aktuellen Fremdsprachenunterrichts an den schweizerischen Volksschulen sind die grosse Heterogenität in den Schulzimmern, die eher tiefe Motivation für das Erlernen einer zweiten Landessprache im Vergleich zu Englisch und die Beurteilung. In allen drei Bereichen ist eine bessere horizontale und vertikale Vernetzung von Nutzen.

Von Sylvia Nadig und Andrea Lustenberger

 

Das Unterrichten von zwei Fremdsprachen ab der Primarschule ist richtig und wichtig. In der gemeinsamen Stellungnahme vom Oktober 2014 haben sich 158 Schweizer FremdsprachendidaktikerInnen für die gesamtschweizerisch koordinierte Weiterführung und Optimierung des aktuellen Modells 3/5 ausgesprochen: «Die Kernfrage lautet für uns nicht, ob zwei Fremdsprachen in der Primarschule unterrichtet werden, sondern wie das Fremdsprachenlernen und -lehren optimiert werden kann und welche Unterstützung Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonen und Schulleitungen brauchen».1 Die Schwierigkeiten siedeln sich vor allem in den drei Kernbereichen Heterogenität, Motivation und Beurteilung an, die im Folgenden erläutert und für die mögliche Lösungswege aufgezeigt werden. Nicht nur die verschiedenen Sprachen müssen noch besser miteinander vernetzt werden (vgl. Susanna Schwab in dieser Ausgabe, S. 9-10), sondern auch alle Beteiligten.

 

Umgang mit Heterogenität

Ein wesentliches Ziel der Volksschule ist, bei jedem Kind die Lust für das Lernen zu wecken respektive zu erhalten und diese Motivation auch durch die Adoleszenz «hinüberzuretten»: selbstmotiviertes Lernen, ein Leben lang. Dazu brauchen alle Lernenden Erfolgserlebnisse, denn Erfolg motiviert.

Die Kinder bringen sehr unterschiedliche Voraussetzungen mit bezüglich Lernfähigkeit, Motivation, sprachlichem Hintergrund, Elternhaus etc. Durch die integrativen Schulungsformen und durch Konzepte wie altersdurchmischtes Lernen (adL) ist die Schere noch grösser geworden.2 Es ist erfreulich, dass sich trotz der sehr grossen Spannbreite drei Viertel der SchülerInnen (6. und 8. Klasse) durch den Englisch- und Französischunterricht nicht überfordert fühlen, wie die eben veröffentlichte Fremdsprachenevaluation 2014-2016 der Bildungsdirektoren-Konferenz Zentralschweiz (BKZ) zeigt.3 Trotzdem gilt es, den Umgang mit der Heterogenität weiter zu verbessern.


Mögliche Lösungen liegen auch im Fremdsprachenunterricht in einer
Differenzierung:

Möglichst offene Lernaufgaben (tasks)

Differenzierter Sprachsupport (von Satzbautafeln, Sprechblasen, einzelnen Wörtern bis hin zu keinem Sprachsupport)

Vielfältiger Unterricht, der möglichst allen Lerntypen, allen multiplen Intelligenzen gerecht wird und der die SchülerInnen dabei unterstützt, für sich selber die geeignetsten Lernstrategien zu finden.

Unterscheidung in minimale und erweiterte Lernziele, in Sonderfällen angepasste Lernziele oder Lernzielbefreiung

Das Anpassen oder gar die Befreiung von Lernzielen sollte nur in Ausnahmefällen angewendet werden. Alle am Entscheid Beteiligten müssen sich der Konsequenzen für die spätere Schullaufbahn des Kindes bewusst sein. Das Papier der PH St. Gallen «Fördern oder dispensieren?» leistet hier einen wertvollen Beitrag zur Diskussion und führt unter anderem zehn Punkte für einen förderorientierten Fremdsprachenunterricht auf.4 Ausserdem geben gewisse Kantone Hilfestellungen für den Umgang mit Kindern mit besonderen Bedürfnissen im Fremdsprachenunterricht.5

Um der Heterogenität im Fremdsprachenunterricht gerecht werden zu
können, brauchen die Lehrpersonen und Schulen Unterstützung von
verschiedenen Seiten:

Zusammenarbeit im Unterricht mit den schulischen HeilpädagogInnen

Verstärkter Austausch innerhalb des Kollegiums

Möglichkeit des Einbezugs von Personen von aussen, z.B. SeniorInnen mit Fremdsprachenkenntnissen im Klassenzimmer

Weiterbildungsangebote für Lehrpersonen im Umgang mit Lernschwierigkeiten im Fremdsprachenunterricht und adL/Mehrjahresklassen

Vernetzung mit PHs und Fachhochschulen für Heilpädagogik

 

Oft können die schulischen HeilpädagogInnen aus Ressourcengründen nur in den Fächern Mathematik und Deutsch eingesetzt werden. Es wäre aber notwendig, dass auch im Fremdsprachenunterricht eine enge Zusammenarbeit zwischen Lehrpersonen und HeilpädagogInnen stattfindet. Dies bedingt, dass auch in der Aus- und Weiterbildung die schulischen HeilpädagogInnen Grundlagen des Fremdsprachenlernens erhalten und sich umgekehrt die (angehenden) Lehrkräfte spezifisches Wissen für den Umgang mit Lernschwierigkeiten in den Fremdsprachen aneignen. Dies wird an einzelnen Pädagogischen Hochschulen und Fachhochschulen für Heilpädagogik bereits ansatzweise angeboten, muss aber weiter ausgebaut werden.

Da ein guter Umgang mit der Heterogenität eine wesentliche Gelingensbedingung für den Fremdsprachenunterricht ist, wird der Verband Fremdsprachendidaktik Schweiz (ADLES)6 seine für August/September 2018 geplante internationale Tagung dem Thema «Fremdsprachenlernen für alle» widmen.

 

Tiefere Motivation für die Landessprache als für Englisch

Wie die im Rahmen der Fremdsprachenevaluation der BKZ durchgeführte Befragung der SchülerInnen bestätigt, ist die Motivation für das Erlernen von Französisch signifikant tiefer als für Englisch. Ausserdem sinkt die Motivation von der 6. zur 8. Klasse in Französisch, währenddem sie für Englisch gleich hoch bleibt.7 Es scheint also noch schwieriger zu sein, die Jugendlichen auf der Sekundarstufe für Französisch zu begeistern als die PrimarschülerInnen.

Französisch ist nicht Teil der Jugendkultur, im Gegensatz zu Englisch. Gemäss der Elternbefragung, die der Kanton Zug zusätzlich im Rahmen dieser Evaluation durchgeführt hat, werden zu Hause zum Beispiel 10 Mal häufiger Filme auf Englisch geschaut als auf Französisch.8 Dies sieht in den anderen Landesteilen wohl kaum anders aus bezüglich Deutsch.

Die geringere Motivation der SchülerInnen für Französisch als für Englisch ist sicher auch ein Grund dafür, dass die Achtklässler in der BKZ-Studie in Französisch noch weit von den Lernzielen entfernt sind, die sie Ende der 9. Klasse erreichen sollen, währenddem diese in Englisch zwei Drittel der SchülerInnen bereits in der 8. Klasse erreichen. Der Hauptgrund liegt da aber sicherlich in der wesentlich längeren Lernzeit, denn mehr Lernzeit bringt bessere Leistungen, wie die Evaluation ebenfalls aufzeigt.9

 

Wie lässt sich aber die Motivation der SchülerInnen für das Erlernen von Französisch – und in anderen Landesteilen für Deutsch – steigern? 

Kinder schon ab dem Kindergarten mit Liedern in verschiedenen Sprachen, insbesondere auch den anderen Landessprachen, auf Mehrsprachigkeit «einstimmen», sie auf den späteren Unterricht neugierig machen und Brücken zwischen Sprachen schlagen

Interessanter und handelnder Französischunterricht durch Content and Language Integrated Learning (CLIL) und task-based language learning (TBL) sowie mit lustvollen Elementen wie Spiele und Theater10

Aspekte aus der französischen Jugendkultur (aktuelle Musik, Filme etc.) aufgreifen

Bekanntschaften schliessen mit Gleichaltrigen aus der Westschweiz: Briefe schreiben, digitale Vernetzung durch Blogs, Podcasts, Videos, etc. Dies kann später zu einem Treffen führen.

Unterschiedliche Formen von reellem Schüleraustausch zwischen den Landesteilen, z.B. durch die Schaffung von langfristigen Partnerschaften zwischen Gemeinden (wie sie im Kanton Zug zum Beispiel auf der Primar- und Sekundarstufe schon seit fünfzehn Jahren zwischen Cham und Cugy respektive Le Mont und bestehen).

Lehrpersonen der verschiedenen Landesteile für konkrete Austauschprojekte zusammenführen, z.B. im Kurs der PH Bern und HEP BEJUNE «Construire des ponts – Brücken bauen», bei dem sich jeweils eine Westschweizer und eine Deutschschweizer Lehrperson zu Beginn des Schuljahres zusammenfinden und während des Jahreskurses unter Begleitung ein gemeinsames Schulprojekt aufgleisen und durchführen.11

Wie kann man die Französischlehrpersonen noch vermehrt in ihrer Motivation für das Französischunterrichten unterstützen?

Französischlehrpersonen untereinander besser vernetzen, «Animationsgruppen» lancieren, (z.B. die groupe d’impulsion und den cercle de français12 der PH Luzern oder die «animateurs/animatrices d’allemand in gewissen Westschweizer Kantonen)

Veranstaltungen wie die «Semaine de la langue française et de la francophonie»13 in der ganzen Schweiz, diejenigen der Association Germanofolies in der Westschweiz oder das Festival delle lingue im Tessin

Auch Lehrkräfte sollten von niederschwelligen Austauschmöglichkeiten profitieren können, z.B. für einige Wochen in einem anderen Landesteil unterrichten.14

PH-Studierende sollen bereits während der Ausbildung Praktika in anderen Landesteilen absolvieren können.15

Wenn Französisch respektive Deutsch als Fremdsprachen schon weniger beliebt sind als Englisch, haben sie zumindest den Vorteil, dass ein Austausch zwischen den Landesteilen viel einfacher zu bewerkstelligen ist als eine Reise nach England oder Amerika. Von Austausch wird in der Schweiz schon sehr lange gesprochen, und in der aktuellen Fremdsprachendebatte ist Austausch in aller Munde. Aber es bleibt noch zu sehr bei einem Lippenbekenntnis. Nach wie vor profitieren viel zu wenig Kinder und Jugendliche von dieser Möglichkeit, und viele Lehrpersonen haben nebst all den sonstigen Aufgaben nicht auch noch die Kapazität, einen Austausch aufzugleisen. Hier braucht es Ressourcen und konkrete Massnahmen der Politik, insbesondere die Schaffung von neuen Strukturen, damit der Austausch innerhalb der Schweiz auch wirklich gelingt, ohne dass die Lehrpersonen an ihre Grenzen stossen.16

Es wäre ein Armutszeugnis für die Schweiz, wenn sie es nicht schaffen würde, die idealen Voraussetzungen eines vielsprachigen Landes gebührend zu nutzen.

 

Beurteilung

Auch der Bereich der Beurteilung ist für die Lehrpersonen anspruchsvoll. Insbesondere ist aufgrund didaktischer Entwicklungen im Fremdsprachenunterricht von ihnen «ein Umdenken bei der Leistungsbeurteilung gefordert, welche sich noch immer vorwiegend an Fehlern orientiert und insofern nicht im Einklang mit den neuen Zielen steht. Mit oft widersprüchlichen Erwartungen konfrontiert, müssen die Lehrpersonen unter Druck Lösungen finden, in einem noch nicht in allen Teilen kohärenten System.»17

Das Beurteilungssystem ist unter anderem insofern noch nicht kohärent, als dass die Schnittstelle zwischen Primar- und Sekundarstufe nach wie vor noch nicht zufriedenstellend gelöst ist. Liegt bei der Primarstufe der Fokus in erster Linie auf dem Mündlichen und dem Kommunikativen, so ist auf der Sekundarstufe das Augenmerk vermehrt auf dem Sprachformalen und dem Schriftlichen. Der Übergang ist noch zu wenig fliessend, insbesondere wegen der mangelnden Kommunikation zwischen den beiden Schulstufen. Es liegt ein Druck auf den Primarlehrpersonen, wenn sie die Kinder für die Fremdsprachen in Niveauklassen einteilen und dadurch strengere Prüfungen erstellen müssen, um eine Streuung zu erreichen. Dies führt vor allem in der Fremdsprache, die erst in der 5. Klasse einsetzt, zu einem unverhältnismässigen Korrektheitsanspruch und ist ein wahrer Motivationskiller für die Kinder (vgl. Nadig/Olivier, 2013: Der accent aigu ist keine Kompetenz). Für die Primarlehrpersonen sind Unterrichtsphilosophie und Beurteilungspraxis, in die sie hineingezwungen werden, oft nicht mehr im Einklang miteinander. Der Stellenwert der Schriftlichkeit und der Korrektheitsanspruch sind noch zu wenig geklärt. Zentral ist auf allen Stufen die Besinnung auf die funktionale Mehrsprachigkeit (cf. Artikel von Susanne Schwab in dieser Ausgabe, S. 9), und zwar in allen vier Fertigkeiten: Hören, Lesen, Sprechen und Schreiben, denn das ist das Ziel.

 

Auch für die Verbesserung der Beurteilungspraxis kann die Vernetzung einen wesentlichen Beitrag leisten:

Gegenseitige Unterstützung der Lehrpersonen, Austausch von Prüfungen, gemeinsame Weiterentwicklung der Beurteilungsinstrumente

Bessere vertikale Kohärenz in der Beurteilungskultur zwischen Primar- und Sekundarstufe durch aufeinander abgestimmte Konzepte, wie zum Beispiel im Projekt Passepartout18, und durch ein vertiefteres gegenseitiges Verständnis: die Lehrpersonen sollten mit dem Ansatz, der Philosophie hinter dem Ansatz und der Praxis der anderen Stufen vertraut sein, am besten durch gegenseitige Unterrichtsbesuche und Gespräche. Schon in der Ausbildung sollten die Studierenden Einblick in die Fremdsprachendidaktik der anderen Stufe erhalten.

Stufenübergreifende Fachgruppen, zum Beispiel die Fachgruppe Fremdsprachen des Kantons Zug, in welcher sich Französisch- und Englischlehrkräfte der Primar-, Sekundarstufe I und II sowie der Pädagogischen Hochschule gemeinsam mit aktuellen Fragen des Fremdsprachenunterrichts beschäftigen und konkret die Praxis unterstützen.19

Fachlicher Austausch der FremdsprachendidaktikerInnen aller Stufen zum Thema Beurteilung, zum Beispiel in der ADLES

Bessere Beurteilungsinstrumente, weitere Forschungs- und Entwicklungsprojekte20

Eine Verbesserung der Kontinuität werden auch die neuen Lehrpläne bringen. Der Lehrplan 21, der Lehrplan Passepartout sowie der Plan d’études romand (PER) stellen neu den Kompetenzaufbau in einer durchgehenden Skala gemäss den international anerkannten Niveaus des Europarats dar, die von Anfang bis Ende der obligatorischen Schulzeit läuft. Somit wird die Sekundarstufe viel eher dort ansetzen, wo die Primarstufe aufhört.

 

Fazit

Vieles läuft schon gut im Fremdsprachenunterricht in der schweizerischen Volksschule, anderes kann noch optimiert werden. Die EDK ist daran, gemeinsam mit FremdsprachendidaktikerInnen aus der ganzen Schweiz eine Zusammenstellung von Good-Practice-Beispielen im Fremdsprachenunterricht zu erarbeiten, um die Lehrkräfte durch Anregungen aus verschiedenen Klassenzimmern zu unterstützen. Auf dass unsere SchülerInnen einen noch vielfältigeren, motivierenderen und kohärenteren Fremdsprachenunterricht erleben können!

Sylvia Nadig arbeitet seit 2004 als Dozentin für Fachdidaktik Englisch und Fachschaftsleiterin Fremdsprachen an der Pädagogischen Hochschule Zug. Sie hat als Englisch- und Französischlehrerin auf verschiedenen Schulstufen unterrichtet und ist Mitglied des Leitungsausschusses der Arbeitsgruppe Fremdsprachen der Kammer PH von swissuniversities. Zudem wirkt sie im Vorstand der ADLES und in der Fachgruppe Fremdsprachen des Kantons Zug mit.
Andrea Lustenberger ist Primar- und Englischlehrerin und unterrichtet seit 2002 unter anderem Englisch für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. 2014 hat sie den MEd (Applied Linguistics) abgeschlossen und absolviert zurzeit den MAS Adult & Professional Education.

 

1 Gemeinsame Stellungnahme von Schweizer Fremdsprachendidaktikerinnen und -didaktikern zu zwei Fremdsprachen in der Primarschule, 21. Oktober 2014, http://www.sprachenunterricht.ch/eintrag/stellungnahme-der-fremdsprachendidkatikerinnen-zur-edk-sprachenstrategie.

2 Für adL mit dem Lehrmittel Young World 1-4 cf. Silvia Frank (2014).

3 In Englisch sind es 12,7% der Sechstklässler und 17.2 % der Achtklässler, in Französisch 26 % der Sechstklässler und 28.2 % der Achtklässler, die sich im Unterricht (eher) gestresst fühlen, weil alles so schwierig ist. Cf. Peyer, E., Andexlinger, M. & Kofler, K. (2016b), S. 14. Für die Fremdsprachenevaluation der BKZ cf. http://bildung-z.ch/volksschule/fremdsprachenevaluation-2016

4 IFDS Institut für Fachdidaktik Sprachen (2012), S. 20-21.

5 Cf. http://www.schule.sg.ch/home/volksschule/unterricht/lehrmittel/englisch/young-world.html : Fertigkeitsbeschreibungen und einfache Aufgabenstellungen mit reduzierten Anforderungen und erhöhtem Sprachsupport für Young World sowie Vollzugshilfen für Englisch in Mehrklassen. Auch für die Passepartout-Region wurden «Praxishilfen für Lehrpersonen von Schülern und Schülerinnen mit Lernschwierigkeiten in den Fremdsprachen» in Auftrag gegeben.

6 Die ADLES (Association en didactique des langues étrangères en Suisse / Verband Fremdsprachendidaktik Schweiz) wurde im September 2014 gegründet und zählt schon knapp 100 Mitglieder (v.a. FachdidaktikerInnen von allen Schulstufen aus der ganzen Schweiz). www.fremdsprachendidaktik.org

7 70.1 % der 6. Klässler und 69.9 % der 8. Klässler lernen (eher) gerne Englisch, bei Französisch sind es 43.4% der 6. Klässler und 34.2% der 8. Klässler. Cf. Peyer, E., Andexlinger, M., Kofler, K. & Lenz, P. (2016a), S. 6.

8 Bericht der BKZ-Evaluation Fremdsprachen 2014-2016 sowie der Zusatzerhebungen des Kantons Zug. Zusammenfassung der Originalberichte, Krieg, M. & Engeli, E. S. 21.

9 Cf. Peyer, E., Andexlinger, M., Kofler, K. & Lenz, P. (2016a), S. 5.

10 Ça bouge (Klett), Dis donc! (Lehrmittelverlag Zürich und Lehrmittelverlag St. Gallen)

11 Das Austauschprojekt «Construire des ponts – Brücken bauen» wird vom Institut für Weiterbildung der PHBern in Zusammenarbeit mit der HEP Béjune durchgeführt. Cf. https://www.phbern.ch/index.php?id=20839

12 Francophonie Luzern, cercle de français: http://www.phlu.ch/ausbildung/francophonie

13 http://www.slff.ch, http://www.germanofolies.ch, http://www4.ti.ch/decs/ds/uim/cosa-facciamo/festival-delle-lingue

14 edudoc.ch/record/112076/files/PB_lehreraustausch_d.pd

15 Z.T. können Studierende von PHs schon jetzt einen Teil ihrer Praktika in einem anderen Landesteil absolvieren (z.B. der PH BEJUNE in Solothurn und umgekehrt Studierende der PH FHNW in Neuchâtel). Dies führt im Anschluss oft zu Austauschprojekten mit den späteren Klassen. Und die PH Valais nutzt die Zweisprachigkeit ihres Kantons, indem die Studierenden für die Primarstufe mindestens 2 Semester ihrer Ausbildung im anderen Sprachraum absolvieren. Cf. http://www.hepvs.ch/de/ausbildung/primarstufe/223-die-primarstufe und Ruppen, P. & Steiner, E. (2009).

16 Ab 2017 soll eine neue Organisation zur Förderung des nationalen und internationalen Austausches ihre Tätigkeit aufnehmen und die bisherigen Aufgaben der ch Stiftung übernehmen. Jeder Kanton verfügt bereits jetzt über kantonale Austauschverantwortliche (https://www.ch-go.ch/de/ueber-uns/kantonale-anlaufstellen).

17 Cf. Gemeinsame Stellungnahme von Schweizer Fremdsprachendidaktikerinnen und -didaktikern zu zwei Fremdsprachen in der Primarschule, 21. Oktober 2014 http://www.sprachenunterricht.ch/sites/default/files/Stellungnahme_FSDebatte_Didakt_21_10_14_def15h26.pdf

18 Z.B. die Broschüre «Grundlagen für die Beurteilung im Fremdsprachenunterricht für die Primarstufe» und diejenige für die Sekundarstufe I wurden vom gleichen Autorenteam verfasst. Cf. http://www.passepartout-sprachen.ch/services/dossiers/beurteilung/.

19 www.zg.ch -> Stichwort «Fremdsprachen»

20 Die Nummer 2/2016 von Babylonia z.B. widmet sich dem Thema Beurteilung.

 

Bibliographie

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Egli Cuenat, M. , & Siegrist Roth, S., Bleichenbacher, L. (2015). Grundlagen für die Beurteilung im Fremdsprachenunterricht auf der Sekundarstufe I. Projekt Passepartout. http://www.passepartout-sprachen.ch/services/dossiers/beurteilung/, verifiziert am 30. März 2016.

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Foto: contrastwerkstatt / fotolia.com

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